Inhaltsverzeichnis
I. Erläuterungen zu den einzelnen Belastungen
1. Elektrische Wechselfelder (Niederfrequenz)
2. Magnetische Wechselfelder (Niederfrequenz)
3. Elektromagnetische Wellen (Hochfrequenz)
4. Elektrische Gleichfelder (Elektrostatik)
5. Magnetische Gleichfelder (Magnetostatik)
7. Radon
II. Grenzwerte
2. Warum Grenzwerte keine Vorsorgewerte sind - Betrachtungen am Beispiel Mobilfunk
i.
Erläuterungen zu den einzelnen
Belastungen
Elektrische
Wechselfelder entstehen als Folge elektrischer Wechselspannung in Leitungen,
Installationen, verkabelten Wänden, Geräten, Steck- und Verteilerdosen u.a.m.
mit Netzanschluss, auch wenn kein Strom fliesst, d. h. auch dann, wenn kein
Stromverbraucher eingeschaltet ist.
Wände, Decken, Böden,
ganze Räume und Häuser können unter Spannung stehen.
Auch elektrische Verbraucher, wie z. B. metallene Lampen, stellen oft Quellen erheblicher elektrischer Wechselfelder dar. Zweipolstecker können richtig (Hin- auf Hinleiter) oder falsch (Hin- auf Rückleiter) eingesteckt werden. Ein falsch eingesteckter Verbraucher kann viel höhere elektrische Felder erzeugen, als wenn er richtig am Netz angeschlossen ist. So erzeugte z. B. eine metallene Nachttischlampe bei falscher Polung ein Feld von 560 V/m, bei richtiger 18 V/m. Eine Erdung der Lampen mit einem dreipoligen Stecker und Abschirmkabel bringen erhebliche Feldreduktionen.
Jedes
Feld wirkt nicht nur durch seine Feldstärke, sondern auch durch seine Frequenz
auf den Organismus. So kann ein stärkeres Feld mit einer biologisch zuträglicheren
Frequenz weniger kritisch wirken als ein relativ schwächeres mit einer
biologisch abträglicheren Frequenz.
Elektrische
Wechselfelder wurden lange Zeit nicht genügend beachtet. Sie sind aber nicht
harmloser als magnetische. Elektrische
Wechselfelder bewirken, soweit man bisher weiss, in Körpern künstliche
Wirbelströme, Stromflüsse, Ladungsumkehrungen, Zell- und Nervenreize;
es besteht Krebsverdacht.
Gemäss
dem Buch 'Stress durch Strom und Strahlung' von Wolfgang Maes, Baubiologe, wurden durch
niederfrequente Wechselspannung verursachte Leiden nach Elektrosmogsanierungen
oft behoben. Genannt werden Immunschwäche, Schmerzen, Schlafstörungen,
Verspannungen, Unwohlsein, Depression, Angst, Blutwertveränderungen,
Abgeschlagenheit, vegetative Dystonie, Bettnässen, Allergien,
Therapieresistenz, Ohrengeräusche, Herzanfälle, koronare Herzkrankheit mit
Vorhofflimmern, erhöhter Blutdruck, Muskelkrämpfe, Durchblutungsstörungen
u.a.m. Sogar ein Brusttumor habe sich nach einer Elektrosmogsanierung
verkleinert, nachdem der Tumor 16 Jahre langsam gewachsen war.
In
elektrisch stark belasteten Räumen ist zudem die Luftionisation verändert.
Einige Wissenschafter schreiben elektrischen Feldern die Fähigkeit zu,
radioaktive Radonfolgeprodukte ungünstig anzuziehen.
Gemessen wird die Körperspannung
des Menschen, liegend auf der Schlafstelle, in mV (Millivolt). Es kann
vorkommen, dass Menschen im Bett liegend Hunderte von mV
oder sogar mehrere V (Volt) Körperspannung haben. Normal, weil natürlich,
ist null.
Bei dieser Messung wird das Potenzial des Körpers gegen Erde ermittelt. Dieses Potenzial ist von der relativen Lage des Körpers zur Feldquelle bzw. zur Feldsenke abhängig. Aus diesem Grund gibt es prinzipbedingt keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Körperspannung und elektrischer Feldstärke. Die Körperspannungsmessung dient in Ergänzung zur punktuellen Feldstärkenmessung dazu, einen orientierenden Überblick über die Gesamteinwirkung aller vorhandenen Wechselfelder auf die Testpeson zu erhalten.
Wichtig
ist, dass sich Mensch und Tier mindestens im Schlafbereich –
besser auch im übrigen
Wohnbereich –
möglichst
elektrosmogunbelastet ausruhen und regenerieren
können.
Ein gestörter Schlafplatz kann Krankheiten fördern und Heilung verhindern.
Deshalb soll der Schlafbereich möglichst frei von elektrischen (und magnetischen)
Wechselfeldern sein und die diesbezügliche Körperspannung (das Potenzial des
Körpers gegen Erde) entsprechend gegen Null tendieren.
Weitere
Informationen betreffend die Problematik von elektrischen- und magnetischen
Wechselfeldern finden Sie unter 'Schädliche
Wirkungen niederfrequenter elektrischer und magnetischer Wechselfelder'.
Magnetische
Wechselfelder entstehen als Folge von fliessendem elektrischem Wechselstrom in
Leitungen, Installationen, Geräten, Transformatoren, Motoren, Maschinen,
Spulen, Drosseln, Leuchten u.a.m., also dann, wenn Verbraucher eingeschaltet
sind.
Die
Masseinheit der Flussdichte der magnetischen Wechselfelder ist T (Tesla). Die
Baubiologie bevorzugt die Masseinheit nT (Nanotesla). 1
nT = 1 x 10–9 T. Die
magnetische Flussdichte wird auch Induktion genannt.
Die
magnetische Flussdichte ist abhängig von der Höhe der Stromstärke, dem
Abstand zum Feldverursacher, der Anordnung der stromführenden Hin- und Rückleiter
zueinander, der Art, dem Aufbau und der Qualität von Installationen, Kabeln und
Geräten, den Ausgleichströmen auf sanitären Rohren oder Schutzleitern, der
Qualität von Kompensations- und Abschirmmassnahmen u.a.m.
Die
Belastung mit magnetischen und elektrischen Wechselfeldern von hausinternen
Quellen kann meistens auf das gewünschte, unbedenkliche Mass reduziert werden,
oft mit kleinem Aufwand.
Elektrosmogquellen im Niederfrequenzbereich, die ausserhalb des Hauses lokalisiert sind, wie z. B. elektrische Frei- oder Bodenleitungen, Bahnstrom und vagabundierender (Bahn)Strom – rund ein Drittel des Bahnstroms vagabundiert, bei nasser Witterung weitaus mehr –, müssen bei der Quelle bekämpft werden, da die resultierenden magnetischen Wechselfelder praktisch ungehindert alle Bausubstanzen durchdringen.
Verschiedenste
Frequenzen und Frequenzmixturen mit unausgeglichenen und ständig wechselnden
Feldstärken sind negative Begleiterscheinungen der Stromversorgung und des
Bahnstroms. Vom gesundheitlichen Aspekt
aus gesehen ist eine möglichst geringe Belastung mit magnetischen und
elektrischen Wechselfeldern anzustreben.
Auch
bei den magnetischen Wechselfeldern
gilt: Jedes Feld wirkt nicht nur durch seine Feldstärke, sondern auch durch
seine Frequenz auf den Organismus. So kann ein stärkeres Feld mit einer
biologisch zuträglicheren Frequenz weniger kritisch wirken als ein relativ schwächeres
mit einer biologisch abträglicheren Frequenz. Die offizielle Lehrmeinung geht
davon aus, dass ein biologischer Effekt mit der Höhe der Feldstärke und der Höhe
der Frequenz zunimmt.
Menschen
reagieren unterschiedlich auf unterschiedliche Frequenzen. Man weiss, dass
Lebewesen sog. individuelle Frequenzfenster haben, d. h., dass sie auf
spezifische Frequenzen unterschiedlich reagieren. Dies trifft für magnetische
und für elektrische Wechselfelder sowie für elektromagnetische Wellen zu.
Körper
in magnetischen Wechselfeldern werden ungehindert durchströmt. Magnetische
Wechselfelder induzieren im Organismus unnatürliche Spannungen und Wirbelströme.
Viele andere biologische Effekte von Hormonstörungen bis Krebs werden bestätigt,
diskutiert und erforscht.
Zahlreiche
Untersuchungen beschreiben den Zusammenhang mit degenerativen Prozessen, Krebs,
Kinderleukämie, DNA-Brüchen, neurologischen Störungen, Verhaltensauffälligkeiten,
Depressionen und anderen Krankheiten im Einfluss magnetischer Wechselfelder und
dies ab 20 % des heute geltenden Schweizer Grenzwertes für Wohnbereiche (sog. Orte mit empfindlicher Nutzung).
Die
Leukämieanfälligkeit bei Kindern in Häusern in der Nähe von
Hochspannungsleitungen ist nach schwedischen und amerikanischen Studien
signifikant erhöht. Wirkungen auf Hormonabläufe sind bekannt. Zusammenhänge
mit Selbstmord entdeckt. Forscher fanden bei Menschen, die in der Nähe von
Hochspannungsleitungen leben Erhöhungen des Hämatokritwertes und des
Partialdruckes des Blutes, vegetative Dystonie und andere Stresserscheinungen,
Verhaltensstörungen und Reaktionsverzögerung, Immunschwäche und Veränderungen
der Pulsfrequenz, Migräne und Allergien, Herz- und Kreislaufstörungen,
Hyperaktivität und Gedächtnisschwund, Schlaf- und Sehstörungen, Alzheimer und
grauen Star, beschleunigtes Krebszellenwachstum, neurologische Wirkungen wie
Zittern, Schwindel und Benommenheit, Muskelschmerzen und -krämpfe, Herzjagen,
Atemnot, Übelkeit u.a.m. Häufig wurden Wechselwirkungen mit Amalgamfüllungen
beobachtet. Schwermetalle inkl. Quecksilber diffundieren im Einfluss von
elektrisch erzeugten Magnetfeldern stärker in den Körper. Zudem ist die
Entgiftungswirkung des Körpers unter dem Einfluss der Felder gehemmt.
Bekannt
ist auch, dass magnetische Wechselfelder mit der bahntypischen Frequenz von 16.7
Hz den Membranstoffwechsel in der menschlichen Zelle durch Ionenverschiebungen
verändern und dass bei Menschen in solchen Feldern Bluthochdruck,
Blutdruckschwankung und andere Probleme auftreten können.
Weitere
Informationen betreffend die Problematik von elektrischen- und magnetischen
Wechselfeldern finden Sie unter 'Schädliche
Wirkungen niederfrequenter elektrischer und magnetischer Wechselfelder'.
Elektromagnetische
Wellen werden drahtlos durch die Luft übertragen. Sie entstehen durch Radio-
und Fernsehsender, verschiedene Mobilfunknetze, Daten- und Richtfunk,
Funkrufdienste, Bündelfunk, Amateur-, Bahn-, Post-, Feuerwehr-, Polizei-, Militär-,
Taxi- und Industrie-Funk, Zivil- und Militärradar, Satelliten, schnurlose
Telefone, Mikrowellenherde u.a.m.
Viele Menschen benutzen in ihren Wohnungen und Häusern ahnungslos schnurlose Haustelefone, die dauernd mit gepulster Hochfrequenz strahlen, ob telefoniert wird oder nicht.
Die
Strahlungsstärke –
auch
Strahlungsdichte genannt –
der Funkwellen
wird in W/m2 (Watt pro Quadratmeter) bzw. in μW/m2
(Mikrowatt pro m2) gemessen; die Feldstärke in V/m (Volt pro Meter).
Sie kann in Strahlungsdichte umgerechnet werden.
Die
Strahlungsstärke der Funkwellen ist abhängig von der Leistung, der Art, dem
Aufbau und der Ausrichtung des Senders, dem Abstand zum Verursacher, den
Reflexionen der Strahlung in der näheren Umgebung, der Art, dem Aufbau und den
Abschirmeigenschaften des betreffenden Gebäudes u.a.m.
Zahlreiche
wissenschaftliche Studien weltweit beweisen und viele Erfahrungen belegen, dass
gepulste Hochfrequenzstrahlung, wie sie der Mobilfunk verwendet, gesundheitlich
schädlich ist. Mobilfunk stört die Zellkommunikation, die Hormonabläufe, die
Hirnströme, den Stoffwechsel, das Immun- und Nervensystem, bewirkt Zelltod,
gentoxische Effekte, Chromosomen- und DNA-Brüche, Unfruchtbarkeit,
Beschleunigung des Zell- und Tumorwachstums, Leukämie, Hirntumore und andere
Krebsarten, Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, Herz- und Kreislaufbeschwerden,
Migräne und andere Schmerzen, Suizidtendenz, Depressivität, Agressivität,
Nervosität, Hyperaktivität, chronische Müdigkeit, Allergien, Schlafstörungen,
Tinitus, Demenz, Alzheimer, Autismus u.a.m.
Besonders
störend ist u. a., dass bereits kleine Dosen der gepulsten Hochfrequenz die
Blut-Hirnschranke öffnen und somit Giften und körperfremden Stoffen ermöglichen,
ins Gehirn einzudringen und es zu schädigen.
Da
es sich beim Mobilfunk um eine permanente Belastung handelt, kann sich der Körper
nicht erholen. Chronische Krankheiten sind vorprogrammiert.
Gegen
die Belastung von hausgemachter Hochfrequenz kann vorgegangen werden. Stammt die
Hochfrequenzbelastung von aussen (z. B. vom Mobilfunk), gibt es
Abschirmungsalternativen, die allerdings z. T. aufwändig sind.
Weitere
Informationen betreffend die Problematik von elektromagnetischen Wellen finden
Sie unter 'Schädigende
Wirkungen von Mobilfunk sowie von schnurlosen Haustelefonen – Eine
Zusammenstellung von Fakten'.
4. Elektrische Gleichfelder (Elektrostatik)
Elektrische
Gleichfelder entstehen durch elektrische Gleichspannung z. B. an
Kunststoffoberflächen, beschichteten Möbeln, Lacken, Synthetikfasern,
Teppichen, Tapeten, Gardinen, Bildschirmen u.a.m. Es wird auch von
elektrostatischen Ladungen oder kurz von Elektrostatik gesprochen.
Die
Spannung der elektrostatisch geladenen Oberfläche wird in V (Volt) angegeben.
Die daraus resultierende Feldstärke der Gleichfelder im Raum, auch
Luftelektrizität genannt, wird in V/m (Volt pro Meter) gemessen.
Die
elektrostatische Feldstärke ist abhängig von der Höhe der Oberflächenspannung
des aufgeladenen Materials, der Leitfähigkeit und Art der Materialien, der
Beschaffenheit der Umgebung, der Leitfähigkeit der Baumasse und der Luft
(Feuchte), der Anzahl der Luftionen und Staubpartikel, der Reibung, der
Luftbewegung, dem Abstand zur Feldquelle u.a.m.
Das
Raumklima wird durch Elektrostatik verschlechtert, Staub angezogen und die
Luftionisation gestört bzw. reduziert. Die Luftelektrizität steigt, die
Raumluft lädt sich auf.
Im
Organismus provoziert Elektrostatik elektrische Ladungsumverteilungen, Ströme
und Spannungsabfälle. Der Körper wird unter Spannung gesetzt und entlädt sich
an geerdeten Teilen schockartig. Ein Mensch spürt Entladungen seines Körpers
erst ab ca. 2000 bis 5000 V.
Eine Gleichspannung von 2.8 V bei einer Stromstärke von 50 µA machen Spermien bewegungsunfähig; was ziehen einwirkende 1000 V von Laminatböden nach sich? 4 V/m Feldstärke bringen Haimuskeln ausser Kontrolle; was mögen 5000 V/m über dem Synthetikteppich anrichten? Menschliche Zellen funktionieren mit 10 - 50 µV. Klar, dass eine Entladung vom Treppengeländer in die Fingerspitzen mit 3000 V - rund 100 Millionen mal mehr - als unangenehm empfunden wird.
5.
Magnetische Gleichfelder (Magnetostatik)
Magnetostatik
ist die Folge des natürlichen Erdmagnetfeldes, von künstlich magnetisiertem
Metall oder von Gleichstrom.
Das
bekannteste magnetische Gleichfeld ist das Magnetfeld der Erde. Es ist
frequenzlos, also statisch und hat an einem Ort eine ausgeglichene, gleich
bleibende Feldstärke. Das Erdmagnetfeld ist für das Leben unerlässlich und
gesund.
Das ungestörte Magnetfeld unserer Erde ist ein wichtiger Ordnungs- und
Orientierungsfaktor für alles Leben. Das Erdmagnetfeld hat nichts zu tun mit den künstlich erzeugten
Wechselmagnetfeldern der Elektrotechnik, die schädlich sind.
Statische,
technische Magnetfelder entstehen u. a. durch magnetisierte Metalle wie Stahl und
verzerren das natürliche Erdmagnetfeld. Da die Felder frequenzlos sind, spricht man von Magnetostatik.
Die
Feldstärke der magnetischen Gleichfelder wird in A/m (Ampere pro Meter)
gemessen, die Flussdichte in T (Tesla). In der Baubiologie wird bevorzugt die
Masseinheit μT (Mikrotesla) verwendet. Da man stärkere magnetische
Gleichfelder auch mit dem Kompass nachweisen kann, gilt zusätzlich die
Masseinheit der Kompassnadel-Abweichung in ° (Grad). Jede sichtbare
Kompassnadel-Abweichung ist ein klarer Hinweis auf das Vorliegen technischer
Magnetfelder in der näheren Umgebung.
Gleichstrom
verursacht auch magnetische Gleichfelder. Trams fahren mit Gleichstrom. Die
Gleichströme von Strassenbahnen fliessen auch als vagabundierende Ströme über
das Erdreich sowie über Rohre und Leitungen und verursachen unerwartet starke
Felder. Auch bei Photovoltaikanlagen fliesst u. a. Gleichstrom.
Die Feldstärke bzw. Flussdichte der magnetischen Gleichfelder an einem Ort ist abhängig von der Stärke des Gleichstroms in Leitungen oder Geräten, von der Stärke des Magnetfeldes magnetisierbarer Metalle, von der Verarbeitung magnetisierbarer Metalle sowie vom Abstand zur Feldquelle.
Geologische Störungen sind Zonen veränderter Erdaktivitäten. Die Flussdichte des Erdmagnetfeldes nimmt in Störzonen zu oder ab. Auch Werte der Radioaktivität sind dort verändert.
Der Begriff 'Geologische Störung' ist wissenschaftlich definiert als eine Zone im Dezimeter- bis Meterbereich, in der die normalen Gegebenheiten des geologischen Untergrundes durch aufeinander stossende Gesteinsschichten aufgehoben werden. Z. B. entstehen durch Dehnung, Pressung und Zerreibung des Gesteins Spalten, Hohlräume, Verwerfungen und Schwächezonen, die für die Zirkulation von Wasser und Gasen prädestiniert sind. Die Wissenschaft kennt Verwerfungen, Quellen, Wasserführungen – umgangssprachlich Wasseradern genannt – , Auf- und Unterschiebungen, Schichtfugen, Füllungen, Blattverschiebungen, Gräben, Schüttungen, Lagerstätten, Ölvorkommen, Höhlen, Stollen, Bodenschätze.
Magnetometer-Abweichungen als Folge geologischer Störzonen spielen sich hauptsächlich im Bereich weniger hundert Nanotesla (nT) ab. Magnetometer-Abweichungen durch technische Magnetfelder, verursacht z. B. durch Stahl, sind viel stärker und können Werte von einigen 1000 bis 100000 nT erreichen. Geologische Abnormitäten sind also weitaus geringer als technische Magnetfelder von z. B. Federkernmatratzen, Stahlelementen und Baumasse. Nur in wenigen Fällen gelingt es, den Sanierungseffekt mit einiger Sicherheit auf geologische Reize zu beziehen. Mit jeder Platzveränderung der Schlafstelle verändert man eine Anzahl verschiedener standortabhängiger Umwelteinflüsse durch Felder, Wellen, Strahlen, Schadstoffe und Störungen. Es wäre zu einfach, den Erfolg eines Schlafplatzwechsels auf eine geologische Störung zu beziehen, sofern die zahlreichen andern Umwelteinflüsse nicht exakt erfasst wurden und ausgeschlossen werden konnten (elektrische Wechselfelder, magnetische Wechselfelder, elektromagnetische Wellen, Elektrostatik, Magnetostatik, Radon, Radioaktivität sowie toxische Einflüsse). Wichtig ist, dass der Schlafbereich ein möglichst gleichmässiges, natürliches Magnetfeld aufweist, das nicht von technischen Magnetfeldern verzerrt wird.
Geologische Untersuchungen sind besonders beim unbebauten Grundstück empfehlenswert, um allfällige Störzonen eruieren zu können.
Radon ist ein natürliches, radioaktives Edelgas, das aus dem Erdreich in Häuser eindringen kann und / oder im Haus selbst durch radioaktive Baustoffe und Einrichtungen entsteht. Baustoffe sollen strahlenarm sein. Alle radioaktiv auffälligen Baustoffe sind ein mögliches Radon-Risiko. Dies gilt auch für natürliche Steine wie Bims, Granit oder Lehm. Chemiegips kann auch problematisch sein. Schlackenstoffe, Schüttungen und Aschen, als Isolation in älteren Böden und Decken verwendet, ebenfalls.
Radon geht keine chemischen Verbindungen ein und ist farb-, geruch- sowie geschmacklos. Das Edelgas sammelt sich unter dem Haus und dringt durch verschiedene Schwachstellen ein: durch Risse im Mauerwerk und in der Bodenplatte, durch Kabelkanäle und Rohrführungen, durch Lüftungs- und Lichtschächte, Kamine und Zwischenböden. Radon durchdringt sogar poröse Hohlbocksteine und andere Baustoffe mit Leichtigkeit. Einzig Beton kann Radon nicht durchdringen. Gefährlich sind neben dem Gas auch die Radonfolgeprodukte, welche sich in der Raumluft, z. B. über kontaminierte Staubpartikel, verbreiten.
Es gibt starke lokale Schwankungen der Radonstrahlung aus dem Erdreich. Sie sind abhängig von den geologischen Gegebenheiten der Umgebung sowie der Durchlässigkeit und dem Wassergehalt des Bodens. Verwerfungen und Risse geben Gas frei, gefrorener Boden nicht; feuchter Boden viel weniger als trockener. Regen und Schnee waschen Radon in der Luft aus.
Beim Zerfall von Radon entstehen eine Reihe kurzlebiger radioaktiver Teilchen, die starke Alpha-, Beta- und Gammastrahler sind. Das Deutsche Bundesamt für Strahlenschutz weist darauf hin, dass über 50 % der natürlichen Strahlenbelastung vom Radon und seinen Zerfallsprodukten verursacht wird.
Gelangen Radon bzw. dessen Zerfallsprodukte in die Atemluft, kann es sich unmittelbar im Körper in Bronchien und Lungen ablagern und von innen heraus strahlen. Dies ist biologisch kritischer zu bewerten als radioaktive Gammastrahlung, die von aussen auf den Organismus einwirkt. Radon gilt in den USA als eines der gefährlichsten Umweltgifte überhaupt. Es wird neben dem Rauchen als der Hauptverursacher von Lungenkrebs sowie von andern Atemwegs-Krebsarten (Bronchien) eingestuft. Auch in der Schweiz ist Radon ein Problem. Wissenschafter und Ämter schätzen, dass in Deutschland jährlich 3000 bis 10000 Menschen an Lungenkrebs durch Radongas und seine Folgeprodukte sterben.
Radon wird bei baubiologischen Untersuchungen in Becquerel pro Kubikmeter Luft (Bq/m3) ermittelt.
Radioaktivität ist ein natürliches Phänomen. Die Erde strahlt, der Kosmos auch. Ebenso kann Radioaktivität aus der Luft, dem Wasser, der Nahrung, aus medizinischen Anwendungen sowie der Industrie, aus Geräten und verschiedenen Baustoffen stammen. Letztere stehen bei baubiologischen Untersuchungen im Mittelpunkt.
Radioaktive Strahler im Haus können z. B. sein: Bausteine, Fliesen, Putze, Gipsplatten, Natursteine wie z. B. Granit, aber auch Klinker, Urangestein als Souvenir, diverse Mineralien und Steine, alte Wecker und Uhren mit Leuchtziffern, Jugendstillampen mit radioaktiver Glasur, Vasen, Keramikplastiken und Kunstwerke, glasierte Aschenbecher, Kacheln, Ikonenrelief, Schiffskompass u.a.m. Diese und ähnliche Produkte können zigmal mehr Strahlung haben als die Dosis, die in Deutschland nach der Katastrophe von Tschernobyl gemessen wurde. Bims-, Hütten- oder Schlacksteine, Chemiegips, viele Industrieprodukte (sprich Industrieabfälle), Aschen, Schüttungen, Baslat und bestimmte Tuffmaterialien sind prinzipiell zu prüfen, da die Möglichkeit deutlich erhöhter radioaktiver Strahlung gegeben ist.
Natürliche Radioaktivität setzt sich zusammen aus verschiedenen Elementen wie z. B. Radium, Kalium, Uran und Thorium und aus diversen Strahlenarten wie Alpha-, Beta, Gamma- und Neutronenstrahlung.
Alpha-Strahlen sind positiv geladene Heliumkerne, die beim radioaktiven Zerfall mit 15000 km pro Stunde ausgesandt werden. Alpha-Strahlung ist bereits mit einem Blatt Papier abschirmbar. Sie ist meist dann ein Gesundheitsrisiko, wenn sie die Schleimhäute erreicht, mit der Nahrung aufgenommen oder per Staub eingeatmet wird. Alpha-Strahlung hat eine Reichweite von wenigen Zentimetern und dringt nur Bruchteile von Millimetern in Haut und Gewebe ein. Bei dieser Teilchenstrahlung wir eine 20-fach stärkere biologische Wirksamkeit als bei Beta- und Gammastrahlung angesetzt.
Beta-Strahlen sind negativ geladene Elektronen, die fast mit Lichtgeschwindigkeit aus zerfallenen Atomkernen austreten. Beta-Strahlung ist, je nach Energie, mit Plexiglas oder Blechen von 1 mm bis 1 cm Dicke abschirmbar. Beta-Strahlung hat in der Luft eine maximale Reichweite von wenigen Metern und dringt wenige Zentimeter tief in Gewebe ein.
Gamma-Strahlen sind elektromagnetische Strahlen, wie auch Licht und Mikrowellen, nur mit kürzeren, energiereicheren Wellen. Gamma-Strahlung ist je nach Energie einzig mit milli- bis zentimeterdickem Blei, massivem Material und dickem Beton reduzierbar. Gamma-Strahlung hat in der Luft eine Reichweite von einigen hundert Metern und dringt in Gewebe bis zu 25 cm tief ein.
Röntgen-Strahlen sind, ebenfalls wie Gamma-Strahlen, elektromagnetische Strahlen, nur etwas langwelliger und weicher. Diese Strahlen sind mit Bleiblechen und -folien abschirmbar. Röntgen-Strahlung hat ungebremst in Luft eine Reichweite von über hundert Metern und durchdringt Gewebe. Das biologische Risiko dürfte der Gammastrahlung ähnlich sein.
Neutronen-Strahlen sind ungeladene Elementarteilchen. Sie werden bei Kernspaltung mit 10000 km pro Sekunde ausgesandt. Hochenergetische Neutronen-Strahlung (schnelle Neutronen) ist kaum abschirmbar, durchdringt Materie ungehindert. Sie lässt sich von einigen Materialien wie Wasser und Graphit lediglich abbremsen, woraus gebremste Neutronen-Strahlung entsteht (langsame Neutronen). Neutronen haben eine Reichweite von vielen Kilometern. Das Risiko der Neutronen-Strahlen ist hoch, höher als bei allen andern radioaktiven Strahlen.
In der Baubiologie haben wir es hauptsächlich mit Gammastrahlung zu tun, manchmal mit Alpha- und Betastrahlung. Es werden hauptsächlich vergleichende Messungen durchgeführt, d. h., es wird die Relation zwischen der natürlichen radioaktiven Umgebung und der Strahlung im Haus ermittelt und in Prozenten ausgedrückt. Dabei geht es um die radioaktive Dosis, die den Menschen erreicht.
Aktivität nennt man das, was ein Strahler, z. B. ein Hüttenstein, abgibt. Dosis ist das, was an einem Objekt, sagen wir am Menschen, an Strahlung ankommt, also wie stark er bestrahlt wird. Von Kontamination spricht man, wenn ein Objekt durch Radioaktivität verunreinigt und somit selbst zum Strahler wird. Dies passiert oft bei Staub.
Man spricht bei Radioaktivität von sog. ionisierender Strahlung, weil diese Strahlung äusserst energiereich und durchdringend ist, so dass Körpermoleküle ionisiert , d. h. verändert werden können. Deshalb können schon kleinste Dosen von Radioaktivität Mutationen wie Krebs auslösen. Radioaktivität ist krebserregend, erbgutverändernd und zellschädigend. Die Summe aller radioaktiven Belastungen soll deshalb so gering wie nur möglich gehalten werden. Kurze, höhere Intensitäten werden vom Körper besser kompensiert als langfristige und schwächere Strahlendosen.
Die natürliche Strahlung besteht hauptsächlich aus immaterieller Strahlung, die von aussen auf den Körper trifft und zum grossen Teil nicht durch die Haut dringt. Aus Kernkraftwerken entwichene Radioaktivität hat auf den Menschen prinzipiell eine ganz andere Wirkung, denn sie ist nicht immateriell. Sie besteht aus radioaktiven Atomen, der strahlenden Materie selber. Sie dringt in den Körper ein und strahlt dann von innen.
Fast alle Strahlenmessgeräte zählen die radioaktiven Zerfälle in einer definierten Zeit, zumeist in einer Sekunde. Das Messergebnis wird in die Äquivalentdosis oder andere Einheiten umgerechnet. Die Äquivalentdosis ist das Mass für die Wirkung radioaktiver Strahlung auf Lebewesen. Die Masseinheit ist Sievert (Sv), in der Baubiologie bevorzugt Nanosievert (nSv). Die alte Masseinheit war Rem, hier speziell Millirem (1 Sv sind 100 Rem). Bezieht man die Dosis auf eine Zeiteinheit, so spricht man von der Äquivalentdosisleistung. Die Masseinheit heisst dann Nanosievert pro Stunde (nSv/h).
Zur Messung der Radioaktivität gibt es geeignete Geigerzähler mit verschiedenen empfindlichen Geiger-Müller-Zählrohren, Kontaminationsmonitore, Dosisleistungsmessgeräte oder Szintillationszähler. Jedes Gerät empfängt nur ein definiertes Spektrum radioaktiver Strahlung und reagiert bevorzugt auf spezielle Atomarten. Ein einziges Messgerät kann niemals alles.
Übrigens ist Fliegen in grossen Höhen, wie dies bei Verkehrsflugzeugen der Fall ist, ungesund. Die Fliegenden sind einem Trommelfeuer von radioaktiven Teilchen aus Protonen, Heliumkernen, schnellen Atomkernen, Neutronen und Röntgenstrahlen ausgesetzt. Auf der Erde kommt nur ein Bruchteil dieser Höhenstrahlung an, weil die Atmosphäre und das Erdmagnetfeld sie wie ein Schirm abhalten. Ein einziger Flug nach Amerika und zurück belastet die fliegende Person mehr als es in Deutschland die erste hohe Jahresdosis nach Tschernobyl getan hat. Flugärztliche Dienste raten ab, dass Schwangere fliegen. Forscher der Universität Münster errechneten, dass Flugbedienstete fünfmal stärker bestrahlt werden als Arbeiter in Kernkraftwerken. Die Dosis entspricht 150 bis 300 Thorax-Röntgenaufnahmen pro Jahr.
Tabak ist auch radioaktiv. Ein Päckchen Zigaretten an einem Tag konsumiert und der Grenzwert von 1 mSV für das ganze Jahr ist bereits überschritten. Ein starker Raucher konsumiert 20 - 40 Zigaretten täglich und verpasst seinen Bronchien somit pro Jahr etwa die gleiche Strahlenmenge, die bei 250 Röntgenaufnahmen der Lunge entstehen würde. Passivraucher sind auch gefährdet, da die meiste Radioaktivität in den Rauch und die Asche geht.
Grenzwerte
haben es an sich, dass sie im Laufe der Jahre in die Tiefe purzeln. Das war
beim Röntgen so, bei Formaldehyd, bei Asbest, bei Nitrat, bei Holzschutzmitteln
und bei Autoabgasen, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Die Bevölkerung
ist es leid, sich immer wieder erneut für dumm verkaufen zu lassen und den Kürzeren
zu ziehen im makaberen Kampf 'Wirtschaftswachstum gegen Volksgesundheit'.
Eigeninitiative ist deshalb leider notwendig.
So
haben z. B. die
geltenden Elektrosmog-Grenzwerte nichts mit gesundheitlicher Vorsorge zu
tun. Sogar die WHO machte 1999 klar: "Keine Normungsbehörde hat Grenzwerte
mit dem Ziel erlassen, vor langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen, wie
einem möglichen Krebsrisiko, zu schützen."
Die
baubiologischen Richtwerte sind Vorsorgewerte. Sie beziehen sich auf
Schlafbereiche, das damit verbundene Langzeitrisiko und die empfindliche
Regenerationszeit des Menschen. Sie sind die Folge tausendfacher, jahrelanger
Erfahrung.
Die baubiologischen Richtwerte (SBM-2008) finden Sie zusammengestellt unter www.baubiologie.de/downloads/wug/richtwerte_2008.pdf . Sie wurden von der Baubiologie Maes in Zusammenarbeit mit Ärzten und Wissenschaftern entwickelt.
2.
Warum Grenzwerte keine Vorsorgewerte sind - Betrachtungen am Beispiel Mobilfunk
Politik
und Behörden sollten sich einer Wissenschaft verpflichtet fühlen, die dem
Menschen dient, nicht schadet. Zahlreiche Wissenschafter sind sich im Klaren: Der
Anspruch der Wissenschaftlichkeit darf niemals bedeuten, dass die
Alltagserfahrungen Betroffener oder die Beobachtungen von praktizierenden Ärzten
wertlos sind, nur weil ihnen keine sog. klassische Vorgehensweise zugrunde lag.
Selbst der Bundesgerichtshof (D) weist darauf hin: "Die
Wissenschaftsklausel ist unwirksam und verstösst gegen § 9 AGBG. Das heisst,
die von der Funktechnik ausgehende Gefahr muss nicht erst durch umfassende
wissenschaftliche Forschung bewiesen werden. Es reichen die in der Praxis und im
Alltag gemachten Erfahrungen, um daraus schliessen zu können, dass eine
Technologie eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt."
Der
Münchner Arzt und Toxikologe Dr. Max Daunderer bringt es in seinem
wissenschaftlich-medizinischen 'Handbuch der Umweltgifte' zum Thema
Mobilfunk und DECT-Schnurlostelefone auf den Punkt: "Die Verantwortlichkeit
wird aus reiner Profitgier ignoriert. Die Schutzbehauptung, eine Schädlichkeit
sei nicht erwiesen, ist schlichtweg falsch und sogar absurd. Die Einzelwirkungen
sind von renommierten Wissenschaftern erforscht, und sie sind reproduzierbar.
Epidemiologische Studien sind ausreichend statistisch abgesichert. Die
berichteten Schadenfälle sind absolut zahlreich. Die Aussagekraft der Dokumente
ist erdrückend. Erstaunlich ist, dass die Befürworter der Mobilfunktechnik nur
eine gleich lautende, wenig aussagefähige Standardargumentation vorzuweisen
haben. Die Argumentation der Kritiker hingegen ist sachlich und fachlich
versiert und schliesst eine Vielzahl von Begründungen und Beweisführungen ein.
Diese führen im Gesamtbild zu einer glaubwürdigen Darstellung."
Das Bundesamt für Umwelt
(BAFU) verlangt eine sog. streng
wissenschaftliche Beweisführung, leider nur für die Studien, die die Schädlichkeit
des Mobilfunks aufdecken. Für die ICNIRP-Richtlinen, auf die sich die
Grenzwerte stützen, trifft diese Beweisführung nicht zu: Den
ICNIRP-Referenzwerten liegen u. a. folgende, wissenschaftlich nicht bewiesene
Annahmen zugrunde:
Das Kurzzeitexpositionsprinzip: Nur Kurzzeiteffekte werden als relevant angesehen. Langzeiteffekte sind nicht gesichert und können gemäss diesem Ansatz nur auftreten, wenn es auch Kurzzeiteffekte gibt.
Das Additivitätsprinzip: Bei gleichzeitiger Exposition gegenüber mehreren hochfrequenten elektromagnetischen Feldern ist die Wirkung gleich der Summe der Wirkungen der einzelnen Komponenten.
Diese Annahmen (und weitere) sind, wie bereits erwähnt, wissenschaftlich nicht bewiesen. Trotzdem werden die ICNIRP-Werte für die Gesetzgebung verwendet. Warum misst das BAFU mit ungleichen Ellen?
Kommt dazu, dass die ICNIRP-Kommission nur ein privater Verein ist, bei dem die Industrie das Sagen hat. Dieser Verein hält am falschen Wirkungs-Modell fest, dass Mobilfunk einzig thermische Effekte erzeuge. Alle andern bewiesenen biologischen Wirkungen werden ignoriert. Dass sich das BAFU auf solch gezinkte Grenzwerte abstützt, ist verantwortungslos!
Die
Kriterien des BAFU für die Bewertung von Studien sind für schädliche Immissionen, wie sie der Mobilfunk darstellt, ungeeignet, weil dieses Vorgehen
diametral im Widerspruch zum Vorsorgeprinzip steht. Vorsorge ist bei der
Verwendung dieses Ansatzes unmöglich. Solche Beweisführungen kommen immer zu
spät, wenn der Schaden bereits angerichtet ist, wenn Menschen und Tiere bereits
krank, geschädigt und tot sind.
Im
Verzeichnis des BUWAL-Berichtes 'Hochfrequente Strahlung und
Gesundheit' finden sich wenige Namen von Verfassern von Studien, die die
Schädlichkeit von Mobilfunk bewiesen haben, die im Buch 'Stress durch
Strom und Strahlung', von Wolfgang Maes, vermerkt sind, der überaus viele
Studienergebnisse weltweit zusammengetragen hat. Zudem wurden Studien,
die mit Tieren und / oder Zellkulturen gemacht wurden, in der
BUWAL-Untersuchung nicht erfasst.
Der
Autor, Herr Dr. Röösli, vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM)
der Universität Basel sass im Konsortium der sog. Replikation der
TNO-Studie, einer unsinnigen, weil völlig realitätsfremden Untersuchung, die
der Mobilfunkbelastung, der wir im täglichen Leben
ausgesetzt sind, in keiner Art und Weise gerecht wird. Detailliertere Angaben dazu sind unter www.gigaherz.ch/1065
ersichtlich. Diese Studie war ein reiner Propagandaversuch der
Mobilfunklobby. Ein unabhängiger und seriöser Wissenschafter heisst eine solch
realitätsfremde Studie nicht gut. Deshalb ist die vom BAFU genannte
Expertenunabhängigkeit von Herrn Dr. Röösli nicht glaubwürdig. Kam dazu,
dass es mindestens vier Personen nach der Bestrahlung elend war, was verheimlicht
wurde.
Es
gibt Hunderte von wissenschaftlichen Arbeiten von Universitäten, Ländern, Behörden,
Instituten, die die Schädlichkeit des Mobilfunks beweisen. Einige wenige Ergebnisse zur Illustration: Bei 0.04 V/m treten
Schlafstörungen auf (Dr. Neil Cherry, Neuseeland); bei 0.2 V/m wird die
Reaktionsfähigkeit reduziert. Zudem gibt es Hormonstörungen, DNA-Brüche, d.
h. höhere Raten an Miss- und Fehlgeburten (Dr. Neil Cherry); bei 0.48 V/m
nimmt die Krebshäufigkeit zu (Dr. Neil Cherry); bei 0.61 V/m wird die
Blut-Hirn-Schranke durchlässig für das Eindringen von Giften und
Eiweissverbindungen (Prof. Leif Salford, Lund Universität, Schweden); bei 0.87
V/m geben die Nervenzellen falsche Signale ab (Prof. Peter Semm, Deutschland);
bei einer Entfernung bis zu 800 m zum nächsten Mobilfunksender treten
irritierende Ohrgeräusche, verbunden mit Kopfdruck und Kopfschmerzen auf (Prof.
Dr. Mosgöller, Österreich). Überaus zahlreiche Ergebnisse von Studien, die die Schädlichkeit von Mobilfunk beweisen,
sind im Buch 'Stress
durch Strom und Strahlung' von Wolfgang Maes zu lesen.
Gegen
die vorhandene Fülle von Beweisen, Fakten und Erfahrungen haben Netzbetreiber
ebenso wie Hersteller von Mobilfunkgeräten ausser pauschalen, unfundierten und
erwiesenermassen falschen Unbedenklichkeitserklärungen
nichts vorzuweisen.
Jahrelang
wird geforscht, Millionen investiert, unzählige Daten zusammengetragen und man
kommt zu eindeutigen Resultaten, oft auf unterschiedlichen Wegen und von
verschiedenen Wissenschaftern. Dr. von Klitzing findet z. B. EEG-Effekte im
Einfluss der Handystrahlung, die Bundesanstalt für Arbeitsmedizin ebenso
("Kein Zweifel!"), Prof. Ross Adey, die Unis München, Mainz,
Frankfurt, Zürich, Marbella und Louisiana ebenso, zehn weitere Institute auch.
Wissenschafter aus Lund stellen als Nebenwirkung der mobilen Telefonitis die Öffnung
der Blut-Hirn-Schranke fest. Die Unis Köln und Münster bestätigen dies.
Mehrere andere Unis und Forscher ebenfalls. Prof. Varga bestrahlte Hühnereier
mit Funkwellen mit der Folge, dass fast alle Kücken tot waren und einige verkrüppelt.
Dr. Litowitz, Prof. Youbicier-Simo, der russische Strahlenschutz, die Telekom
und Hühnerzüchter, sie alle kommen zum gleichen Ergebnis. Dr. Repacholi findet
Krebs bei Mäusen, Prof. Löscher bei Ratten, andere bei Affen, wieder andere
bei Menschen, ausgelöst von den Mikrowellen des Mobilfunks. Nachrichten von
DNA-Brüchen kommen von Dr. Carlo, Dr. Becker, den Unis Hannover, Berlin,
Essen Saarbrücken, New York, Stockholm, Tel Aviv, der US-Behörde FDA, vom
Ecolog-Institut, vom Europäischen Parlament, selbst von Nokia. Die WHO bestätigt:
Ein Krebsrisiko, verursacht durch die Strahlung des Mobilfunks, könne man nun
wirklich "nicht einfach abtun". Dr. Cherry findet nach Auswertung der
weltweiten Forschungslandschaft die "Beweislage einfach überwältigend".
Ärzte und viele Experten fordern die massive Senkung der zu hohen Grenzwerte.
Die
Beweislage der Schädlichkeit von Mobilfunk ist erdrückend und erbracht, von
vielen verschiedenen Wissenschaftern, Universitäten und Instituten. Für das BAFU
ist dies aber alles nicht wissenschaftlich bewiesen,
nicht belastbar, nicht eindeutig. Warum solche Aussagen? Die Studien sind
wissenschaftlich, professionell, schlüssig, aussagestark, entsprechen den
Tatsachen, stimmen. Die Kücken sind wahrhaft mausetot, jene EEG-Peaks unübersehbar,
die Blut-Hirnschranken offen, im Hirn braune Flecken, die DNA gebrochen u.a.m.
Dies sind Fakten. Die Forscher, die all dies und noch viel mehr fanden, sind
fachlich kompetent, weltweit anerkannt, kommen von renommierten Instituten,
Universitäten, Behörden. Wo klemmt's denn? Es klemmt, weil einige verordnungstreue
sog. Experten einzig und allein Wärme zu ihrer völlig realitätsfremden
theoretischen Berechnungs- und Bewertungsgrundlage gemacht haben, die längstens
überholt und unbrauchbar ist. Krebs, Leukämie, Hirntumore, durchlässige
Blut-Hirn-Schranken, Zellstörung, Nervenreizung, EEG-Anomalien, Kopfschmerz,
Schlafstörung, Neurasthenie haben mit Thermik nichts zu tun. Hier geht
es um ganz andere, nichtthermische Wirkungsmechanismen, eben nicht mit Wärmeentwicklung
erklärbare Folgen. Es fällt anscheinend den Behörden und einigen sog.
Experten schwer, mit den vielen real vorhandenen, aber nicht auf Hitze
basierenden Schädigungen, in dieses antike, verstaubte und feste Gemäuer der
Thermik einzudringen. Das thermische Prinzip ist zum Schutz der Gesundheit nicht
haltbar. Die Grenzwerte orientieren sich nicht an der Gesundheit. Dr. von
Klitzing: "Die thermische Hypothese, auf der die Grenzwerte aufgebaut sind,
ist falsch."
Das
BAFU fordert für die wissenschaftliche Beweisführung mehrere unabhängige
Untersuchungen unter gleichen Bedingungen und ein plausibles Wirkungsmodell. Als
bewiesen gilt demnach nur, was intersubjektiv replizierbar und linear-kausal
erklärbar ist. Wenn ich zehnmal mit dem Kopf an die Wand renne und kriege
zehnmal eine blau angelaufene Beule, dann ist das eine solide beobachtete, gut
reproduzierbare Tatsache. Wenn ich dieses Experiment veröffentliche, um solch
einer destruktiven Rennerei entgegen zu wirken, bin ich unwissenschaftlich! Nur
weil es noch kein anderer vor mir versucht hat. Oder wenn doch, weil die Beulen
bei andern Versuchen mit andern Menschen, Altersklassen, Hautfarben und anderem
Schwung nicht ganz so blau, sondern etwas andersfarbig wurden. Ausserdem fehlt
die schlüssige Erklärung der Wirkung: Warum entsteht sie überhaupt, die Beule
und warum gerade so und nicht anders? Warum der Schmerz, warum der Schwindel?
Was läuft biologisch detailliert ab? Ohne die Beantwortung dieser Fragen ist
die wissenschaftliche Haltbarkeit nicht gegeben, trotz Beule, Schwindel und
Schmerz!
Beim
Mobilfunk sind die oben aufgeführten schädigenden Wirkungen und noch
weitaus mehr bewiesen. Sie treten real ein. Als Ursache wurde zweifelsfrei der
Mobilfunk entlarvt. Dies reicht, um zu handeln! Das BAFU kümmert dies nicht. Es will warten, bis über jeden Effekt ein
detailliertes Wirkungsmodell vorliegt. Eine solche Wissenschaftsdefinition
erhebt sich zum Götzen, mit Auflagen, die sie nie erfüllen kann. Ein solcher
Ansatz schadet den Menschen, anstatt zu helfen. Letzteres ist aber das Ziel, das
sich Politik und Wissenschaft setzen sollten. Die Erkenntnis des sog. streng
wissenschaftlichen Ansatzes kommt, wenn überhaupt, immer zu spät!
Der
Schöpfer hat uns Verstand gegeben, um ihn zu unserem Wohl zu gebrauchen und ihn
nicht an Stelle eines untauglichen, sog. wissenschaftlichen Ansatzes,
auszuschalten. Man weiss, dass Mobilfunk vielfältig schädigt. Eine Tatsache
bleibt eine Tatsache, eine Erfahrung eine Erfahrung, auch dann, wenn eine letzte
Beweisführung, ohne jegliche Wissenslücke, aussteht. Es reicht aus, wenn man
die Ursache der Schädigung kennt, eben den Mobilfunk. Praxis kann wegen
fehlender Theorie nicht geleugnet werden. Zudem ist und wird das Wissen der
Menschen über komplexe biologische und andere Vorgänge immer bruchstückhaft
sein. Die Anforderungen des vom BAFU geforderten Wissenschaftsansatzes können
nicht erfüllt werden.
Wenn
Sie ein Kleinkind sehen, dass Putzmittel oder Waschpulver einnehmen will, lassen
Sie es gewähren? Nach den Beweisführungs-Vorgaben des BAFU muss man dies
wahrscheinlich tun,
denn es besteht kein detailliertes Wirkungsmodell, das aufzeigt, wie das
Putzmittel oder das Waschpulver im Körper genau wirkt. Das BAFU setzt ein
solches Wirkungsmodell aber voraus, um Handeln zu können. Damit wird das Kind
unnötig krank oder stirbt sogar. Es
reicht aus, dass wir wissen, dass Putzmittel und Waschmittel Schaden anrichten,
wenn sie eingenommen werden. Dies genügt, um einzugreifen, um das Kind vor
Schaden zu bewahren.
Ausserdem
wird die strenge Reproduzierbarkeit verlangt. Das geht nicht, weil jeder Mensch
einzigartig ist, mit unterschiedlichen Voraussetzungen, mit unterschiedlichen
Einflüssen. Es gibt bei Untersuchungen mit lebenden Individuen nie zwei genau
gleiche Bedingungen. Ratte ist nicht Hamster, Hamster nicht Mensch, Frau Müller
nicht Frau Meier, Bern nicht Zürich.
Kommt
dazu, dass viele ernüchternde Studien, gerade auch auf dem Gebiet des
Mobilfunks, unter dem Deckel gehalten werden, da ein Grossteil der
Forschungsgelder von der Industrie kommt. Diese hat an der Vergabe von Studien
ein gewichtiges Wort mitzureden und kein Interesse an teuren Ergebnissen zu
ihrem Schaden. Passt dem Auftraggeber (Industrie) ein Studienergebnis nicht, wird dieses oft zurückbehalten
oder nur abgeschwächt und teilweise veröffentlicht. Repacholis Mäusestudie
wurde von den Geldgebern zwei Jahre zurückbehalten, und dies in der Blüte des
Mobilfunkaufbaus und der höchsten Handyverkaufszahlen! Dr. von Klitzing im Juli
2003: "Man ist auf Forschungsgelder angewiesen, und die Auftraggeber sagen,
was man zu untersuchen hat. Nach einem Jahr muss ein Zwischenbericht abgegeben
werden, und wenn der den Erwartungen nicht entspricht, ist das Geld weg. Das ist
inzwischen an allen Universitäten so. Es müsste der umgekehrte Weg sein, wie
früher: Zuerst war das wissenschaftliche Interesse da, und dann hat man sich um
einen Geldgeber bemüht. Heute ist es fast immer umgekehrt. Die ganz seriöse
unabhängige Forschung gibt es kaum noch und scheint auch häufig gar nicht erwünscht
zu sein." Dr. von Klitzing zu Studien, die nicht zum Resultat geführt
haben, das sich die Geldgeber erhofften: "Die Ergebnisse wurden und werden
in solchen Fällen oft verschleiert. Bei der bayerischen Rinderstudie ist die
Vorgehensweise der politisch Verantwortlichen schon beängstigend: Die
Originalversion, der ursprüngliche Bericht, ist für den Normalbürger gar
nicht mehr zu haben. In diesem steht etwas völlig anderes als in der verkürzten
Version, die daraufhin vom Bayerischen Umweltministerium herausgegeben wurde.
Die an der Studie beteiligten Wissenschafter wurden bewusst falsch zitiert. So
ein Hinbiegen von Ergebnissen seitens der Politik ist wissenschaftlich nicht zulässig."
Wenn
es um die Vermarktung milliardenschwerer Technologien geht, werden Kranke und
Tote in Kauf genommen. Das war in der Vergangenheit so, heute
auch, auch beim Elektrosmog. Im Laufe der massiven Entwicklung der Chemie in den
vergangenen Jahrzehnten kamen von der Industrie mit politischer Rückendeckung
über 100000 Einzelsubstanzen auf den Markt. Jährlich kommen einige Tausend
neue Stoffe dazu, über deren Risiken so gut wie nichts bekannt ist. Dennoch ist
dieses Vorgehen erlaubt, so lange, bis sich gesundheitlicher Schaden zeigt, längst
überfällige Forschung eingeleitet wird und der schlüssige wissenschaftliche
Beweis vorliegt, wenn überhaupt. Bis dahin muss man sich selbst schützen. So
kann bis zum Nimmerleinstag alles für unwissenschaftlich erklärt werden.
Dieser
Irrweg sollte von den Behörden endlich verlassen werden. Sie haben einen
gesetzlichen Auftrag, für das Wohlbefinden der Bevölkerung zu sorgen. Mit der
heutigen Praktik tun sie das Gegenteil, sie fügen der Bevölkerung wissentlich
erheblichen Schaden zu.
Der
Vertrag von Maastricht: Massnahmen sollen immer dann vorsorglich ergriffen werden, wenn
hinreichende wissenschaftliche Belege vorliegen, aber nicht unbedingt 100 %ige
Beweise. Und die Vereinten Nationen: Sofort handeln, wenn Auswirkungen vermutet
werden, auch wenn es keinen echten Beweis gibt. Beim Mobilfunk haben wir weitaus
mehr als Belege und Vermutungen, nämlich bestätigte und bewiesene Fakten. Zudem
darf eine allfällige wissenschaftliche Unsicherheit nicht als Vorwand benutzt
werden, um Vorsorge zurückzustellen. Das BUWAL dagegen handelt dem
Vorsorgeaspekt diametral entgegen.
Sie
lehnt sich zu weit aus dem Fenster, die selbsternannte sog. etablierte
Wissenschaft, die sich selbst zum Massstab erklärt. Sie kritisiert andere, die
etwas vorzuweisen haben, und hat selbst nichts dagegen zu setzen. Sie bleibt den
Beweis der Unschädlichkeit schuldig. Ganz unwissenschaftlich geht die etablierte Wissenschaft bei der Anwendung neuer Technologien von einer Unschädlichkeitsvermutung
aus. So wird der traditionelle, seriöse Wissenschaftsanspruch missbraucht und für
einseitige Profitinteressen, zu Lasten der Volksgesundheit, eingesetzt.
Immer
wieder die alt bekannte, abgedroschene Vorgehensweise: Zuerst die neuen Erfindungen mit
freier Fahrt auf den Markt, danach hohe industriefreundliche Grenzwerte, die im
Laufe der Zeit in den Keller purzeln, am Ende vielleicht einmal ein Verbot, wenn
überhaupt. Aber niedrige Grenzwerte, die wirklich biologischen Schutz bieten,
oder ein Verbot kommen erst dann, wenn die Industrie kein Interesse mehr zeigt,
es attraktive Ersatzstoffe oder neue Technologien gibt. Und falls der
biologische Vorsorgewert dann kommt, viel zu spät, dann ist keiner mehr Schuld,
und keiner kann zur Rechenschaft gezogen werden, weil es so lange her und
gesetzlich erlaubt war. Hauptsache, das Geld ist im Trockenen!
Folgende
historische Begebenheit sollte sich u. a. das BAFU merken, denn es begeht genau
den gleichen Fehler wie die damalige sog. etablierte Wissenschaft der Medizin
um 1840:
Herr
Dr. med. Semmelweis beobachtete im Wiener Allgemeinen Krankenhaus, eine der
damals bekannten Universitätskliniken, dass Ärzte vom Sezieren, mit der Unterlassung
des nachherigen gründlichen Händewaschens, Krankheitserreger von Leichen auf
die Patientinnen der gynäkologischen Abteilung übertrugen. Fast jede sechste Wöchnerin
verstarb! Die
Ursache dafür sahen die Geburtshelfer in Verstopfung, verspätetem Stillen,
Furcht und vergifteter Luft ... Dr. Semmelweis
führte die Vorschrift des Händewaschens ein mit dem Resultat, dass die Sterbehäufigkeit
ganz rapide sank. Nun
verstarb noch jede 84. Patientin. Zudem
beobachtete Semmelweis, dass Krankheitserreger auch von kranken Patientinnen via
Ärzte und Pflegepersonal zu andern Patientinnen übertragen wurden, die
ebenfalls erkrankten. So wurde zudem vorgeschrieben, dass das Medizinalpersonal
auch zwischen den Kontakten mit verschiedenen Patientinnen jeweils die Hände gründlich
waschen musste. Die Sterbehäufigkeit sank weiter.
Man
könnte meinen, Dr. Semmelweis hätte für seine Entdeckungen –
der Anfang der
Spitalhygiene –
Lob und Anerkennung geerntet. Weit gefehlt! Er musste gehen! Andere Mediziner
und die sog. etablierte Wissenschaft anerkannten die von Semmelweis beobachteten
Zusammenhänge nicht. Dabei handelte es sich um exakte Erfahrungen bzw. Statistiken,
die einwandfrei bewiesen,
dass tödliche Infektionskrankheiten von Leichen auf Menschen und von Mensch zu
Mensch übertragen worden waren. Das genügte jedoch der etablierten Medizin
nicht! Es fehlte ihr ein sog. Wirkungsmodell, das aufzeigte, wie und warum
Krankheiten übertragen wurden. Die
Händewaschvorschriften – man kann es kaum glauben – wurden wieder
aufgehoben! So dumm kann sog. Wissenschaft sein. Die Patientinnen starben erneut
massenhaft. Erst
das Wirken von Tyndall, Pasteur, Koch und Lister lieferten endlich, nach unsäglichem,
vermeidbarem Leid, den sog. wissenschaftlichen Beweis der Infektionsübertragung.
Endlich wurden diesbezügliche Ignoranz, Vorurteile und Besserwisserei besiegt.
Fazit
der Geschichte: Dieser wissenschaftliche Ansatz der Beweisführung, den auch das BAFU
verfolgt, ist betreffend schädlichen Einwirkungen unbrauchbar und haltlos. Man
handelt heute noch arroganter als die damalige sog. etablierte
Wissenschaft: Neben vielen Beobachtungs- und Erfahrungswerten werden auch viele wissenschaftliche
Studien ignoriert, die die Schädlichkeit von Mobilfunk
untermauern.
Im Beobachter 25/2006, S. 10, steht der Artikel "Die erste Antenne ist gefallen". Ein Kalb mit nur einem Auge und defekter Lunge, ein blindes und eines mit schlechten Augen, 31 Kälber mit einem so genannten nuklearen Katarakt, also mit grauem Star, eins mit Blutungen und Husten, eins mit Durchfall und einem zusammengebrochenen Immunsystem, zwei Kühe mit Abszessen und drei mit defektem Immunsystem, Blutungen und Gelenkproblemen, vier Totgeburten und Verendete sowie drei Notschlachtungen in den letzten sieben Jahren im Stall von Bauer Sturzenegger bei Winterthur, seit auf Sturzeneggers Scheunendach eine Mobilfunk-Sendeantenne steht. Nach unzähligen Gutachten wurde die Antenne nun abgebaut. Sämtliche Ursachen wie Vererbung, Infekte oder Vergiftungen konnten ausgeschlossen werden. Und dann sagt Herr Hässig von der Vetsuisse-Fakultät der Uni Zürich: "Insofern ist die Ursache unbekannt." "Auffällig ist einzig, dass das Auftreten der Augenveränderungen mit der Inbetriebnahme der Basisstation zeitlich zusammenfällt." Kommentar überflüssig.
Im
Buch 'Stress durch Strom und Strahlung' von W. Maes steht über diesen Fall weiter: "Nachdem dieser 15 Meter hohe
Mast im Mai 1999 kam, ist kein einziges gesundes Kalb mehr geboren worden."
Und: "Die Kaninchen vermehren sich auf dem Hof nicht mehr, Turmfalken und
Schleiereulen brüten erfolglos, und das alles seit dem Mai 1999."
Kennt
man das Buch von Maes, kennt man neben diesen Vorkommnissen bei Sturzeneggers
weitere Bauernhof-Tragödien, ebenfalls seit Sender in der Nähe standen. Wurden
Sender abgeschaltet oder entfernt, gehörten die Tragödien der Vergangenheit
an.
Es ist tragisch zu sehen, wie das BAFU bis zum Nimmerleinstag das gesicherte Wissen betreffend die Schädlichkeit des Mobilfunks für unwissenschaftlich erklärt und nicht gewillt ist, der Realität ins Auge zu sehen und entsprechend zu handeln. Anscheinend darf nicht sein, was nicht sein darf; wegen dem vielen Geld, das in die Staatskasse floss?
Letztlich noch eine Bemerkung zu den immer wieder seitens der Behörden gerne erwähnten besonders tiefen Schweizer Mobilfunkgrenzwerten: Die auf rund 10 % der Immissionsgrenzwerte festgelegten Anlagegrenzwerte sind für die Mobilfunkbetreiber gratis zu haben. Es braucht keine Veränderung an den Sendeantennen in der Schweiz gegenüber den umliegenden Ländern, denn die Gebäudehüllen dämpfen die Mobilfunkstrahlung automatisch auf das gewünschte Mass von 4, 5 oder 6 V/m ab. Falls das ausnahmsweise nicht genügen sollte, kann ein Dämpfungsfaktor durch geringe Änderung der Strahlungsrichtung zu Hilfe genommen werden. Dann stimmt die Rechnung, mindestens auf dem Papier. Weder in Frankreich, Deutschland und Österreich wurden gemäss Gigaherz innerhalb von Wohnungen höhere Werte als die sog. Schweizer "Vorsorgewerte" gemessen. Doch diese Werte haben leider mit gesundheitlicher Vorsorge nichts zu tun, wie viele Studien belegen. Weitere Details betreffend Grenzwerte können unter www.gigaherz.ch/429 abgerufen werden.